TOBIAS BERTZ
Installation / Sculpture
Drawing
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Information
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animal (feeling), 2023

Measurements: 29,7cm x 21cm
Materials: graphit on paper

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Sleeping Architecture (skin), 2023

Measurements: 200cm x 140cm
Materials: concrete

Die zweiteilige Arbeit Sleeping Architecture entstand im Frühjahr 2023, im Rahmen eines Austauschs zwischen Studierenden der HGB Leipzig und der Kunstakademie Düsseldorf. Mit der Ausstellung Thin Walls, die im Juni im Düsseldorfer AsTA-Ausstellungsraum eröffnete, will man sich auf das Erleben fremder, unbekannter Räumlichkeiten beziehen – mithilfe künstlerischer Auseinandersetzung kann sich das Fremde transformieren, wird nahbar und vertraut. Sleeping Architecture verweist auf eine weitere Erfahrung, die der Aufenthalt in Düsseldorf mit sich bringt. Mit der Übernachtung, dem Schlafen in fremden Räumen, der Frage nach der Voraussetzung erholsamen Schlafs. Schlafen – das bedeutet Verletzlichkeit, Kontrollabgabe. Jede Nacht aufs Neue erfordert der Moment des Einschlafens ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Schlafmöbel und Bettausstattung sind dabei viel mehr von symbolischer Natur, als dass sie uns tatsächlich vor nächtlichen Gefahren beschützen könnten.

Die Arbeit Sleeping Architecture (Skin) greift wortwörtlich das Phänomen des sicheren Schutzraums auf. Eine Daunendecke, als weiches, leichtes und bewegliches Objekt, liegt schwer und unbeweglich auf dem Boden. Was nun sichtbar wird, hat nichts mit den üblichen Eigenschaften einer Decke zu tun. Denn sie hat sich verhärtet, steife Falten und schweres Grau lassen die einst symbolische Schutzschicht der Bettdecke zu einem realen Panzer werden. Das bekannte Gefühl des weichen Stoffs auf der Haut weicht dem imaginierten Empfinden des kalten, harten Betons.

Einige Meter weiter im Raum offenbart sich die Arbeit Sleeping Architecture (Spine). Das Fragment einer orangefarbenen Kaltschaummatratze, platziert an einem Wandvorsprung. Mithilfe seiner linearen Form zeichnet das Matratzenstück eine Kurve, an dessen Ende rote Backsteinziegel, teils zerbrochen, in den Raum hineinragen. Die Ziegel, als Verweis auf die Mauer, als Gerüst realer Wohnarchitektur, geben dem weichen Innenleben der Matratze die Bedeutung eines Fundaments, ernennen sie zu Architektur, verleihen ihr die Fähigkeit, einen Raum zu erzeugen. Einen Raum, der ein Außen abschirmt, der einem Innen Sicherheit verleiht. Sleeping Architecture erzeugt Verbindungen zwischen Flexibilität und Statik, Organischem und Konstruktion, Verletzlichkeit und Sicherheit.

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Sleeping Architecture (skin), 2023

Measurements: 200cm x 140cm
Materials: concrete

Die zweiteilige Arbeit Sleeping Architecture entstand im Frühjahr 2023, im Rahmen eines Austauschs zwischen Studierenden der HGB Leipzig und der Kunstakademie Düsseldorf. Mit der Ausstellung Thin Walls, die im Juni im Düsseldorfer AsTA-Ausstellungsraum eröffnete, will man sich auf das Erleben fremder, unbekannter Räumlichkeiten beziehen – mithilfe künstlerischer Auseinandersetzung kann sich das Fremde transformieren, wird nahbar und vertraut. Sleeping Architecture verweist auf eine weitere Erfahrung, die der Aufenthalt in Düsseldorf mit sich bringt. Mit der Übernachtung, dem Schlafen in fremden Räumen, der Frage nach der Voraussetzung erholsamen Schlafs. Schlafen – das bedeutet Verletzlichkeit, Kontrollabgabe. Jede Nacht aufs Neue erfordert der Moment des Einschlafens ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Schlafmöbel und Bettausstattung sind dabei viel mehr von symbolischer Natur, als dass sie uns tatsächlich vor nächtlichen Gefahren beschützen könnten.

Die Arbeit Sleeping Architecture (Skin) greift wortwörtlich das Phänomen des sicheren Schutzraums auf. Eine Daunendecke, als weiches, leichtes und bewegliches Objekt, liegt schwer und unbeweglich auf dem Boden. Was nun sichtbar wird, hat nichts mit den üblichen Eigenschaften einer Decke zu tun. Denn sie hat sich verhärtet, steife Falten und schweres Grau lassen die einst symbolische Schutzschicht der Bettdecke zu einem realen Panzer werden. Das bekannte Gefühl des weichen Stoffs auf der Haut weicht dem imaginierten Empfinden des kalten, harten Betons.

Einige Meter weiter im Raum offenbart sich die Arbeit Sleeping Architecture (Spine). Das Fragment einer orangefarbenen Kaltschaummatratze, platziert an einem Wandvorsprung. Mithilfe seiner linearen Form zeichnet das Matratzenstück eine Kurve, an dessen Ende rote Backsteinziegel, teils zerbrochen, in den Raum hineinragen. Die Ziegel, als Verweis auf die Mauer, als Gerüst realer Wohnarchitektur, geben dem weichen Innenleben der Matratze die Bedeutung eines Fundaments, ernennen sie zu Architektur, verleihen ihr die Fähigkeit, einen Raum zu erzeugen. Einen Raum, der ein Außen abschirmt, der einem Innen Sicherheit verleiht. Sleeping Architecture erzeugt Verbindungen zwischen Flexibilität und Statik, Organischem und Konstruktion, Verletzlichkeit und Sicherheit.

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Under Pressure, 2023

Measurements: variable dimensions
Materials: concrete

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Office Chair, 2023

Measurements: 70cm x 55cm x 82cm
Materials: stainless steel, aluminium, cotton, plastic

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Untitled, 2022

Measurements: variable dimensions
Materials: metal, plastic foam, mirror

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Sinking Chairs, 2021

Measurements: variable dimensions
Materials: water, plastic

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Hang Around, 2021

Measurements: variable dimensions
Materials: air, plastic

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Untitled, 2023

Measurements: 29,7cm x 21cm
Materials: ballpoint pen on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 29,7cm x 21cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 41cm x 29,7cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 29,7cm x 41cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 29,7cm x 41cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 29,7cm x 41cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2022

Measurements: 29,7cm x 14,3cm & 29,7cm x 27,4cm
Materials: charcoal on paper

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Untitled, 2021

Measurements: 58,5cm x 41,7cm
Materials: charcoal on paper

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VITA


2023
Semester abroad at the Royal Institute of Art Stockholm in the class of Prof. Kristina Jansson
2022 - now
Studies of media art at the Academy of Fine Arts Leipzig in the class for Artistic Action and Research of Prof. Christin Lahr
2019 - 2022
Studies of fine art at the Academy of Fine Arts Münster in the class of Prof. Cornelius Völker


EXHIBITIONS


2023
"Expanded sustainability", class for Artistic Action and Research, Academy of Fine Arts Leipzig // Leipzig
"Thin Walls", Asta Ausstellungsraum, Oberbilkeralle 57 // Düsseldorf
2022
"The art exhibition", Academy of Fine Arts Leipzig, Container // Leipzig
"Drawing Wow 3", Minusoffspace, Währingerstraße 92 // Vienna
2021
"Art-Parcour", Kunstverein Ahlen, Oststraße 26 // Ahlen
"Gutting", B-Side Münster, Am Mittelhafen 42 // Münster
"To all the sleep we lost" class of Cornelius Völker, Rosenstraße 10 // Münster


Scholarship
& Awards


2021 - now
Study Scholarship of the Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.